Die Welle

2008 ‧ Deutschland ‧ Spielfilm ‧ 107 Minuten, FSK 12 ‧ empfohlen ab 12 Jahren

 

»Ihr seid also der Meinung, dass eine Diktatur heute in Deutschland nicht mehr möglich wäre?« Deutschland. Heute. Der Gymnasiallehrer Rainer Wenger startet während einer Projektwoche zum Thema "Staatsformen" einen Versuch, um den Schülern die Entstehung einer Diktatur begreiflich zu machen. Ein pädagogisches Experiment mit verheerenden Folgen. Was zunächst harmlos mit Begriffen wie Disziplin und Gemeinschaft beginnt, entwickelt sich binnen weniger Tage zu einer richtigen Bewegung. Der Name: DIE WELLE. Bereits am dritten Tag beginnen Schüler, Andersdenkende auszuschließen und zu drangsalieren.

Als die Situation bei einem Wasserballturnier schließlich eskaliert, beschließt der Lehrer, das Experiment abzubrechen. Zu spät. DIE WELLE ist längst außer Kontrolle geraten.

 

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Am Ende kommen Touristen

2007 ‧ Deutschland ‧ Spielfilm ‧ 81 Minuten, FSK 0 ‧ empfohlen ab 14 Jahren

 

Eigentlich wollte der 19-jährige Berliner Sven in Amsterdam seinen Zivildienst ableisten, aber dann verschlägt es ihn ins polnische Städtchen Oswiecim, das unter dem Namen Auschwitz traurige Berühmtheit erlangte als größtes Vernichtungslager der Nazis - Symbol des Terrors, des Völkermordes, des Holocausts. Neben seiner Arbeit in der Gedenkstätte soll sich Sven um den alten KZ-Überlebenden Krzeminski kümmern, der dem Deutschen seine Abneigung spüren lässt, ihn herumkommandiert und schikaniert. Anfänglich ist der sauer über die ungerechte Behandlung, bis er merkt, wie der weit über 80-Jährige immer noch mit den Verwüstungen der Seele kämpft und sich nicht vom Ort des Schreckens lösen kann, auch wenn er es als beschämend empfindet, vor neugierigen deutschen Schülern oder Azubis auf gelangweilte Fragen zu antworten oder seine KZ-Nummer zu zeigen, noch schlimmer: bei der Einweihung eines Denkmals als Alibi-Betroffener zu dienen. Der Alte mag kein Mitleid und keine Hilfe, schon gar nicht vom Enkel der Täter (eine perfekte Kombination: Bühnenschauspieler Alexander Fehling und die polnische Schauspiel-Ikone Ryszard Ronczewski).

 

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Als wir träumten

2015 ‧ Deutschland/Frankreich  Spielfilm  117 Minuten, FSK 12  empfohlen ab 15 Jahren  

 

Eine Clique um drei Leipziger Jugendliche lebt in der unmittelbaren Nachwendezeit ziellos in den Tag. Zwischen Bolzen, Saufen und Prügeleien mit Neo-Nazis kristallisiert sich die Idee eines Technoclubs heraus, der für eine Weile zum Kompass wird, aber auch zur Radikalisierung und zum Absturz in Drogen, zu Eifersucht und Verrat beiträgt. Verfilmung des Romans von Clemens Meyer als intensives Jugenddrama, das mit schmutzig-braunen Bildern und hitzigem Erzähltempo ein soziales Vakuum skizziert.

 

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This ain't California

2012 ‧ Deutschland  Dokumentation  Spielfilm ‧ 90 Minuten, FSK 12  empfohlen ab 12 Jahren 

 

“This ain't California” ist die Geschichte einer besonderen Freundschaft, die sich verliert als die Freiheit beginnt. Die modern erzählte Collage der Erinnerung ist ein dokumentarischer Trip durch die kuriose Welt der “Rollbrettfahrer” in der DDR der Achtziger Jahre. Allein die Tatsache, dass sich dieser kalifornische Spaß auch jenseits der Mauer finden ließ, ist bereits Sensation genug. Regisseur Marten Persiel schafft es, eine Subkultur der DDR zu zeigen, über die es noch nie einen Film gegeben hat – frei von den gängigen Klischees.

Zusammen mit den Produzenten Ronald Vietz und Michael Schöbel von der Wildfremd Production, ist es dem Regisseur gelungen die Helden der Szene von damals, heute wieder zusammen zu bringen. Sie erzählen von wilden Partys, von der ersten Liebe, den Freunden, die sich nach der Wende aus den Augen verloren hatten und vom Aufeinandertreffen der West- und Ostdeutschen Skater. So spannt sich der Bogen in die Gegenwart – ins Hier und Jetzt – während die “Rollbretter” zu einem kraftvollen Soundtrack mit Klängen u.a. von Anne Clark, Alphaville, Die Ärzte oder Feeling B. über den Alexanderplatz rattern: Hotpants, Sex und Musik – versus staatlich verordnete Spartakiaden und Meisterschaften.

“This ain´t Carlifornia” erzählt von einer bisher unbekannten Jugendbewegung die beweist: Die DDR war bunt!

 

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Der Himmel wird warten

2016  Frankreich  Spielfilm  Drama ‧ 105 Minuten, FSK 12 ‧ empfohlen ab 14 Jahren

 

Das Haus der Familie Bouzaria wird eines Nachts von der Polizei gestürmt, weil die 17-jährige Tochter Sonia mit Dschihadisten in Kontakt stand, die in Frankreich einen Terroranschlag planten. Die ahnungslosen Eltern Catherine und Samir sind bereit alles zu tun, um die junge Extremistin zu bekehren. Während eines strikten Hausarrests ohne Internet und Smartphone findet die wütende Sonia langsam ins frühere Leben zurück. Unterdessen verfällt die 16-jährige, sozial engagierte Christin Mélanie einem jungen Mann, den sie im Internet kennengelernt hat und der sie mit dem Islam vertraut macht und dann zum Dschihad verleitet. Derweil sucht ihre verzweifelte alleinerziehende Mutter Sylvie Unterstützung in einer Selbsthilfegruppe, die von der engagierten Sozialarbeiterin Dounia Bouzar geleitet wird, die Eltern radikalisierter Jugendlicher berät.

 

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Preußisch Gangstar

2007  Deutschland  Spielfilm  Dokumentarfilm ‧ 88 Minuten, FSK 12  empfohlen ab 14 Jahren

 

Nico träumt von einer HipHop-Karriere, Tino ringt mit dem Hauptschulabschluss und Oli möchte in einem Bunker seinen eigenen Club eröffnen, doch seine Freundin will weg, raus aus der Provinz – weg aus dem brandenburgischen Buckow.

PREUßISCH GANGSTAR gibt Einblick in das Leben der drei Jugendlichen zwischen Parties, Abhängen, Alkohol und Drogen. Während Tino seinen Schulfrust beim Motocross vergisst, löst Nico auch schon mal Konflikte mit Gewalt. Fiktiv und gleichzeitig authentisch führt der Film in das Leben der Freunde, bleibt dicht an den auch im wahren Leben eng befreundeten Darstellern.

Das Debüt der jungen Regisseure Irma-Kinga Stelmach und Bartosz Werner verwischt die Grenzen zwischen Dokumentar- und Spielfilm und gewährt tiefen Einblick in die Bedürfnisse, Sehnsüchte und Ängste heutiger Jugendlicher.

 

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Kriegerin 

2011 ‧ Deutschland  Spielfilm  103 Minuten, FSK 12  empfohlen ab 14 Jahren 

 

Marisa (Alina Levshin) ist Anfang 20, Neonazi und rast durch ihre Welt wie ein offenes Rasiermesser. Sie ist aggressiv und schlägt zu, wenn ihr jemand dumm kommt. Sie hasst Ausländer, Politiker, den Kapitalismus, die Polizei und alle anderen, denen sie die Schuld daran gibt, dass ihr Freund Sandro (Gerdy Zint) im Knast sitzt und dass alles um sie herum den Bach runter geht: Ihr Leben, ihre Stadt, das Land und die ganze Welt. Dieser Sommer hält noch mehr Ärger für Marisa parat: Die bürgerliche Svenja (15, Jella Haase) drängt in Marisas Clique und der afghanische Flüchtling Rasul (14) sucht sich ausgerechnet ihren Badesee zum Schwimmen aus. Als die Welten der Drei aufeinander prallen, setzt sich eine Kette von Ereignissen in Gang, die ihr Leben auf den Kopf stellt.

 

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Wildes Herz 

2018 ‧ Deutschland  Dokumentarfilm  90 Minuten, FSK 12  empfohlen ab 14 Jahren 

 

In einem Bundesland, in dem die AfD 21 Prozent der Landtagswahlstimmen erreicht, ist es schwer, sich gegen den Rechtsruck zu stellen. Und genau deswegen so wichtig. Die Punkband „Feine Sahne Fischfilet“ und ihr Frontmann Jan „Monchi“ Gorkow tun in Mecklenburg-Vorpommern genau das. Schon früh hat sich die Band gegen die rechte Szene positioniert und ruft regelmäßig zum Widerstand gegen AfD und NPD auf.

Regisseur Charly Hübner und sein Co-Regisseur Sebastian Schultz haben Monchi und seine Band bei ihrer Anti-Rechts-Tour „Noch nicht komplett im Arsch“, die im Wahljahr 2016 durch ganz Mecklenburg-Vorpommern führte, begleitet. Der daraus entstandene Film WILDES HERZ nähert sich der Figur des charismatischen Frontmanns von „Feine Sahne Fischfilet“ an. Der Film beginnt mit Monchis Kindheit, in der sich schon früh zeigte, dass der Junge weiß, was er will. Seine Eltern kommen zu Wort, Lehrer, frühe Wegbegleiter. Und vor allem Monchi selbst. Er berichtet offenherzig von seiner Zeit vor der Band. Als er gewaltbereiter Ultra von Hansa Rostock war, im Jugendgewahrsam saß, Freunde und Familie bitter enttäuschte. Und er erzählt von seinem inneren Antrieb, den Ort, den er Heimat nennt, niemals den Rechten zu überlassen. Hübner und Schultz lassen Monchi den Raum, seinen Standpunkt zu erläutern. Sie zeigen seine Entschlossenheit, sein hohes Engagement und seinen Tatendrang. Doch sie zeigen auch das Unbequeme, das Kantige an seiner Person. Genau diese Ambivalenz macht WILDES HERZ zu einem immens runden Filmerlebnis mit vielen feinen Zwischentönen. Die Musik der Band wird immer wieder in Sequenzen, die die Konzertstimmung perfekt vermitteln, in die Geschichte eingewoben.

 

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Gundermann

2018 ‧ Deutschland  Spielfilm ‧ 127 Minuten, FSK 0  empfohlen ab 14 Jahren 

 

"Gundermann" erzählt von einem Baggerfahrer, der Lieder schreibt. Der ein Poet ist, ein Clown und ein Idealist. Der träumt und hofft und liebt und kämpft. Ein Spitzel, der bespitzelt wird. Ein Weltverbesserer, der es nicht besser weiß. Ein Zerrissener. "Gundermann" ist Liebes- und Musikfilm, Drama über Schuld und Verstrickung, eine Geschichte vom Verdrängen und Sich-Stellen. "Gundermann" ist ein Film über Heimat. Er blickt noch einmal neu auf ein verschwundenes Land. Es ist nicht zu spät dafür. Es ist an der Zeit.

Mit feinem Gespür, Zärtlichkeit und Humor wirft Regisseur Andreas Dresen in GUNDERMANN einen Blick auf das Leben von Gerhard „Gundi“ Gundermann, einem der prägendsten Künstler der Nachwendezeit. Er starb 1998, mit gerade einmal 43 Jahren. Das Drehbuch stammt von Laila Stieler. Die Hauptrolle spielt Alexander Scheer, der alle Lieder im Film selbst eingesungen hat. Anna Unterberger steht als seine Frau Conny Gundermann vor der Kamera und in weiteren Rollen sind unter anderem Axel Prahl, Thorsten Merten, Bjarne Mädel, Milan Peschel, Kathrin Angerer und Peter Sodann zu sehen.

 

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Elser - Er hätte die Welt verändert

2015 ‧ Deutschland  Spielfilm  Drama ‧ 113 Minuten, FSK 12  empfohlen ab 14 Jahren 

 

"Elser – Er hätte die Welt verändert" ist die atmosphärisch dichte Inszenierung des versuchten Attentats auf Adolf Hitler am Abend des 8. November 1939. Nur um 13 Minuten verfehlte Georg Elsers Bombe sein Ziel – noch vor der Detonation an der Schweizer Grenze verhaftet, veränderte sich nun alleine Elsers Leben. In Parallelführung werden sowohl die grausamen Verhöre durch die Nazi-Schergen als auch die Entwicklung Elsers bis zur Attentatsplanung gezeigt.

 

 

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Dagegen - Ein Dokumentarfilm über Protestkulturen junger Menschen

2015 ‧ Deutschland  Dokumentarfilm  56 Minuten, FSK 0  empfohlen ab 14 Jahren

 

Der Dokumentarfilm »Dagegen« begleitet junge ProtestlerInnen bei ihren kreativen und vielfältigen Versuchen, ihre Anliegen in der Öffentlichkeit zu verankern. Was sind jedoch ihre Gründe, was treibt sie an und was motiviert sie? Die Anlässe und Inhalte sind divers und reichen von Protesten gegen die Globalisierung über Themengebiete wie Tier- oder Umweltschutz bis hin zu lokal angesiedelten Schwerpunkten wie das Auflehnen gegen bestimmte Baumaßnahmen oder Gentrifizierungsmaßnahmen in der eigenen Nachbarschaft. Ebenso ideenreich sind auch die Protestarten. Egal ob klassische Formen wie Demos, Mahnwachen und Blockaden oder modernere Ausprägungen wie Online-Petitionen oder virale Kampagnen: Der Kreativität sind kaum Grenzen gesetzt.

 

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Alles Andere zeigt die Zeit 

2015 ‧ Deutschland  Dokumentarfilm ‧ 95 Minuten, FSK 0  empfohlen ab 14 Jahren

 

In ALLES ANDERE ZEIGT DIE ZEIT kehren wir noch einmal zurück zu einigen Protagonisten aus den früheren Filmen der „Leipzig-Reihe“. Zu Beginn der Dreharbeiten – Ende 1989, nach dem Fall der Mauer – waren Isabel, Jenny und Sven – noch Schüler. Sie waren Teenager, 14, 15 Jahre alt.

Die Folgen des gesellschaftlichen Umbruchs in den Jahren nach dem Zusammenbruch der DDR haben sie mit voller Wucht, getroffen – mitten in der Pubertät. In einem Alter in dem man so empfindsam, prägbar und verletzbar ist, wie später wohl kaum mehr.

Die Protagonisten sind heute um die 40. Ihre Lebenszeit in der Bundesrepublik ist inzwischen länger als die, die sie in der DDR verbracht haben. Drei stehen im Zentrum des neuen Films – heute, über 25 Jahre nach dem ersten:

Isabel einst Punkmädchen, heute Insolvenzverwalterin, Jenny begibt sich auf die Suche nach der verhängnisvollen Geschichte ihrer Familie und Sven schlägt sich als Arbeitsloser durchs Leben.

 

LEIPZIG-FILME 1986 – 1997

Eine Filmreihe von Andreas Voigt

Mit den fünf Filmen seiner international gefeierten und preisgekrönten Leipzig-Reihe schuf der Dokumentarfilmer Andreas Voigt zwischen 1987 und 1997 Bildzeugnisse von der verschwindenden DDR, vom gesellschaftlichen und individuellen Wandel in den bewegten Wendejahren.

 

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Scream for me, Sarajevo

2016 ‧ Bosnien und Herzegowina  Dokumentarfilm ‧ 100 Minuten, FSK 12  empfohlen ab 14 Jahren

 

14. Dezember 1994: In Bosnien und Herzegowina wird immer noch unerbittlich gekämpft, und Sarajevo befindet sich inmitten der längsten Belagerung der jüngeren Geschichte. Für Bruce Dickinson, den legendären Sänger der Heavy-Metal-Band Iron Maiden, Grund genug, gemeinsam mit den Jungs seines Solo-Projekts eine gefährliche Busreise auf sich zu nehmen, um der musikbegeisterten Jugend der Stadt ein paar Stunden Abwechslung vom strapaziösen Leben in der umkämpften Stadt zu bieten. Die Rechnung ging auf: Mit ihrem bis zuletzt geheim gehaltenen Konzert konnten die Rockmusiker ihre Fans in der BKC-Konzerthalle in Sarajevo zu wahren Begeisterungsstürmen hinreißen.

Der Regisseur Tarik Hodžić erinnert mit seiner authentischen und packenden Doku an dieses Konzert mitten im Krieg und daran, was dieser unvergessliche Gig für die Menschen in Sarajevo, aber auch für Dickinson und seine Truppe bedeutet hat. Der aus altem und neuem Bild- und Interviewmaterial formvollendet montierte Film hat allein beim Filmfestival Sarajevo drei Preise erhalten. Hodžić führt die Band 21 Jahre später wieder zurück an den Ort des Geschehens und lässt dabei durchaus auch traurige Erinnerungen aufkommen, beweist gleichzeitig aber auch, wie sehr gute Musik die Menschen besonders in schweren Zeiten verbinden und ihnen Hoffnung geben kann.

 

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Trailer zum Film "Scream for me, Sarajevo" 




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