Vortrag und Gespräch

"Was für eine Zeit, um am Leben zu sein!" - Deutscher Rap in Zeiten des Rechtsrucks

mit Alexander Barbian (Freier Musikjournalist rap.de, JUICE Magazin, DIFFUS Magazin / Berlin)

 

Donnerstag, 29.11.2018 19.30 Uhr

 

Das Jahr 2018 kann als bisheriger Gipfel einer stetig voranschreitenden Renaissance allumfassender regressiver Entwicklungen in unserer Gesellschaft angesehen werden. Während sich die selbsternannte »Alternative für Deutschland« anschickt, künftig als zweitstärkste Partei in die Parlamente der Bundesrepublik einzuziehen, stellt »Heimatminister« Seehofer wieder und wieder fest, dass der Islam in seinen Augen »nicht zu Deutschland« gehöre. Rechte Gewalt ist vielerorts wieder an der Tagesordnung.

 

Parallel dazu behauptet sich Rap in Deutschland seit Jahren als gesellschaftlich einflussreichstes und kommerziell erfolgreichstes Musikgenre. Alexander Barbian möchte in seinem Vortrag der Frage auf den Grund gehen, ob und wie sich deutschsprachiger Rap in unserer hochpolitischen Zeit bereits positioniert hat und welche Rolle er in künftigen Diskursen spielen könnte, sollte oder gar müsste. 

 

 

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Interaktive Leseperformance

"Die Leichtigkeit der Revolution" - Wie eine Gruppe junger Leipziger die Rebellion in der DDR wagte

mit Peter Wensierski (Journalist, Schriftsteller / Berlin)

 

Mittwoch, 05.12.2018 19.30 Uhr 

 

Wenn Menschen ihre Angst verlieren, können sie Unglaubliches bewegen

Sie sind jung, sie sind frech, sie verweigern sich dem System und fordern den Staat heraus. Sie wollen sich nicht mehr anpassen. Sie wohnen gemeinsam in Abrisshäusern, planen in langen Nächten am See ihre nächsten Aktionen, drucken heimlich Flugblätter, feiern in ihrer illegalen Nachtbar, bis der Morgen anbricht, und demonstrieren am Tag in der ersten Reihe. Sie werden verfolgt, aber mit jeder neuen Aktion verlieren sie ein Stückchen mehr Angst und die Diktatur an Kraft. Deutschland erlebt von Leipzig aus zum ersten Mal in der Geschichte eine gelungene Revolution.

Die wahre Geschichte einer ungewöhnlichen Gruppe junger Leute, die einen Kampf führen, den andere für aussichtslos halten. Und die spannend zu lesende Nahaufnahme eines wichtigen Augenblicks der deutschen Geschichte.

 

 

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Vortrag und Podiumsdiskussion  

"Unleashed in the East - Heavy Metal in der DDR"

mit Nikolai Okunew (Zentrum für Zeithistorische Forschung / Potsdam) und Gästen

 

Donnerstag, 06.12.2018 19.30 Uhr 

 

Die globale Revitalisierung von Heavy Metal in den 80er Jahren machte nicht an der Elbe Halt. Von den DDR-Medien meist nur abschätzig betrachtet bildeten sich im gesamten Gebiet der Republik unterschiedlich straff organisierte Gruppen, die sich in ihrer Freizeit kaum etwas anderem als dem (gemeinsamen) Musikkonsum widmeten. Nach Zählungen des MfS formierte die so entstandene Subkultur sich zur größten ihrer Art in der DDR. Besonders problematisch war aus der Sicht der staatlichen Organe dabei die Tatsache, dass sich die „Heavies“ vor allem aus der jungen Arbeiterschaft rekrutierte. Die SED konkurrierte um die Gunst des Proletariats von nun an mit King Diamond und der (Gräfin) Bathory.

 

 

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